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Entscheidungshilfen für den Kauf einer Kehrmaschine

Was sollte beim Kauf einer Kehrmaschine beachtet werden

Vor dem Kauf einer Kehrmaschine  gilt es die jeweils ideale Lösung für den eigenen Einsatzbereich herauszufinden. Hier beantworten wir die zentralen Fragestellungen.

 

Laufen oder Fahren?

Zunächst wird entschieden, ob es eine handgeführte oder Aufsitzmaschine sein soll. Aufgrund der deutlich höheren Flächenleistung von Aufsitzmaschinen hat man schon bei relativ kleinen Flächen eine Amortisation des höheren Preises über die eingesparten Zeiten beim Reinigen.

Nicht unterbewerten sollte man auch den Aspekt der Akzeptanz. Die Mitarbeiter identifizieren sich wesentlich leichter mit einer Lösung, die einen professionellen Anspruch hat. Das führt dazu, dass die Arbeiten zuverlässiger erledigt werden und die Maschine pfleglicher behandelt wird. Daher empfehlen wir alle beteiligten Personen in die Entscheidungsfindung mit einzubeziehen.

 

Welche Antriebsart?

Maschinen mit Verbrennungsmotor haben den Vorteil der völlig flexiblen Einsatzzeit und in der Regel auch der höheren Leistung, da diese Maschinen in der Regel komplett hydraulisch betrieben werden. Bei Emissionsproblemen kann evtl. schon der Umstieg auf Motorgas die Lösung sein.

Bei einem generellen Verbot von Verbrennern bleibt nur der Einsatz batteriebetriebener Maschinen. Die Auseinandersetzung mit der Thematik Batterie sollte gesondert behandelt werden.

 

Welches Filtersystem?

Dem Filtersystem kommt eine sehr große Bedeutung zu, da eine Grundvoraussetzung, die an eine Kehrsaugmaschine gestellt wird, das staubfreie Arbeiten ist.

Daher empfiehlt sich immer ein mehrstufiges Filtersystem mit Vorabscheider. Die Feinstaubfiltrierung kann über einem Plattenfilter, einem Trommelfilter, Rotationsfilter oder Taschenfilter erfolgen. Gelegentlich verwendete Kerzenfilter sollten aufgrund der schwierigen Handhabbarkeit bei der Fehlersuche nicht zum Einsatz kommen.

Das verwendete Filtermaterial ist häufig Zellulose. Es hat eine sehr gute Filterleistung bei einfacher Filterreinigung. Dieses Material ist aber feuchtigkeitsempfindlich. Sollte also in häufig feuchter Umgebung gearbeitet werden, ist der Einsatz eines Polyesterfilters empfehlenswert.

Die Filterreinigung sollte einfach vom Bedienpult über Hebel oder Knöpfe erfolgen. Die meisten Reinigungssysteme sind effektiv. Besonders hervorzuheben ist im durchschnittlichen Einsatz keines. Bei einem Einsatz mit stark haftenden Stäuben (ölhaltige Stäube, Grafit etc.) muss sich mit der Filterreinigung gesondert auseinandergesetzt werden.

 

Seitenbesen?

Kehrsaugmaschinen sind mit einem oder zwei Seitenbesen ausgestattet. Diese dienen dazu, Verschmutzungen aus den Randbereichen oder sonstigen Bereichen, die außerhalb der Zugänglichkeit der Hauptkehrwalze liegen, vor die Hauptkehrwalze zu befördern. Der zweite Seitenbesen wird i.d.R. zur Vergrößerung der Arbeitsbreite angebaut. Dies ist allerdings etwas fragwürdig, da es um die Seitenbesen immer zu Staubaufwirbelungen kommt und damit das staubfreie Kehren eingeschränkt wird und die Kehrleistung im Bereich des Seitenbesens generell schlechter ist.

 

Entleerung?

Bei Aufsitzmaschinen erfolgt die Entleerung in der Regel über eine Hochentleerung. Das heißt, dass der Kehrgutbehälter angehoben und über einen Container entleert werden kann. Dabei ist zu beachten, dass die Entleerung ohne starke Staubaufwirbelungen erfolgen kann.

Bodenentleerungen und manuelle Entleerungen haben den Nachteil, dass bei schweren Kehrgütern noch zusätzliche Arbeit evtl. per Schaufel mit dem Einbringen in den Container zu erledigen ist.

Für den Einsatz in Extrembereichen (Zementwerke, Gipswerke, Gießereien) sollten Spezialsysteme zum Einsatz kommen. Es gibt Maschinen, die über bis zu 4-stufigen Systemen verfügen.

Eine gesonderte Betrachtung gilt Bereichen mit gesundheitsgefährdenden Stäuben. Hier gelten besondere Merkmale und Anforderungen an das Filtersystem, das man sich herstellerseitig mit entsprechenden Prüfzeugnissen belegen lassen sollte.

 

Fahrantrieb?

Fast alle Kehrsaugmaschinen verfügen über einen Fahrantrieb. Bei handgeführten Maschinen kommt ihm allerdings nur eine untergeordnete Bedeutung zu.

Um so wichtiger ist er bei den Aufsitzmaschinen. Vor allen Dingen in Einsatzbereichen mit Steigungen oder sehr großen Flächen ist es wichtig, dass der Fahrantrieb so ausgelegt ist, dass keine Überhitzung erfolgen kann. Ansonsten hat man immer wieder das Problem mit lästigen Wartezeiten bis zur Abkühlung oder schlimmer noch, wenn reparaturbedürftige Schäden daraus entstehen. Kompromisse sollte man hier also nicht eingehen, da diese im Folgekostenbereich sehr teuer werden.

 

Qualität?

Gerade bei Kehrsaugmaschinen kommt der Maschinenqualität eine besondere Bedeutung zu. Häufig schon wurde beobachtet, dass das Sparen bei der Kaufentscheidung dazu geführt hat, dass Maschinen nur kurz im Einsatz waren oder generell die an sie gestellten Anforderungen nicht erfüllen konnten.

Daher sollte man beim Kauf einer Maschine auf eine solide Verarbeitung und eine hohe Qualität der verarbeiteten Komponenten achten.

Zentrale Bedeutung hat dabei der Rahmen. Da Kehrsaugmaschinen nicht gefedert sein können, muss der Rahmen alle Stöße verwindungsfrei aufnehmen. Verzieht sich der Rahmen, bricht der Unterdruck im staubabgesaugten Bereich der Hauptkehrwalze zusammen und die aufgewirbelten Stäube sind nicht mehr zu kontrollieren und entweichen.

 

Fazit:

Beim Kauf einer Kehrsaugmaschine wird häufig über große Beträge entschieden. Solche Entscheidungen sollten investitionssicher sein. Meistens liegen die Kosten jedoch in der Nachkaufphase. Unabhängige und fundierte Beratung kann helfen, keine großen Summen falsch zu investieren.

Diese Auflistung der Entscheidungskriterien stellt nur eine oberflächliche Behandlung der relevanten Aspekte dar und kann nicht den Anspruch erheben, jedem Einsatz gerecht zu werden.

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